Stuttgart im Frühling

Zuletzt aktualisiert am 10. März 2019
Geschrieben von Bianca-Mara und Torsten Stief Zugriffe: 266

Am ersten warmen Wochenende des Jahres 2019 zog es die Schwimmer des SC Neustadt auf das Winterschwimmfest der SG Stuttgart- Nord. Der Wettkampf fand im Inselbad, ein altes Freibad mit einer großen Traglufthalle und einem üppigen Außenareal, statt. Durch das sonnig- warme Frühlingswetter mussten sich die Kinder auch zwischen den Wettkämpfen nicht in der Halle aufhalten.

Die Aktiven des LK und des NK durften sich mit den Besten im Bereich der Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg sowie der Länder Schweiz und Lichtenstein messen. Fast 800 Aktive und mit fast 4000 Starts gehört dieser Wettkampf zu den größeren des Landes. Der SC Neustadt hatte davon einen Anteil von 117 Einzelstarts bei 24 Schwimmerinnen und Schwimmer. Während das für die routinierten Schwimmer mittlerweile zum gewohnten Bild gehört, war es für den Nachwuchs anders. Viele Eindrücke prasselten auf die jungen Talente ein. Alles anders, Gesichter, die man nicht kannte, auch ein Modus der neu war. Dieser sah vor, dass die jungen Wilden bis Jahrgang 2006 im Vormittagsabschnitt ihre Wettkämpfe abhalten, während die alten Hasen erst zum Nachmittag ins Wasser durften. Dies hatte eine Entzerrung des Wettkampfes zur Folge, was sich bei der Anzahl der Meldungen als Vorteil herausstellte. Des Weiteren war auch die Wertung etwas anders. Ab den Jahrgängen 2007 wurde in Doppeljahrgängen bewertet.
Sehr schnell fand der Nachwuchs raus, hier war das Niveau im Großen und Ganzen wesentlich höher als im Bereich des SWSV. Dies tat der Stimmung aber keinen Abbruch und so gingen die Schwimmer ans Werk und überraschten ihre Trainerin Bianca-Mara Stief das eine ums andere Mal.
Alle Aktiven des Jahrgangs 2008 des NK gingen im Mehrkampf an den Start, und so konnten Anna Bender (Schmetterling), Emilia Geiger (Rücken), Hanna Giese (Brust), Cameron Sanchez (Freistil), Simon Wenz (Rücken) und Ole Witthuhn (Brust) in ihrer „Schokoladenlage“ antreten. Im Vordergrund stand für des Nachwuchs die Qualifikation für die diesjährigen Rheinland- Pfalz Meisterschaft auf der Langbahn. Und da ließen es die Jungs und Mädchen des SCN es richtig krachen, Anna Bender und auch Emilia Geiger sicherten sich die Qualifikation sowie den ersten Platz im Mehrkampf der elfjährigen Damen. Hanna Giese durfte sich im Brust SMK über einen starken vierten Platz vor einem vierköpfigen Block von Schwimmerinnen der NSU und die Qualifikation für die RLP Meisterschaft freuen.
Einen starken Eindruck hinterließ aber nicht nur der weibliche Nachwuchs. Auch die Jungs platzierten sich vorne und zeigten, dass die Nachwuchsarbeit des SCN qualitativ den großen Vereinen um nichts nachsteht. Simon Wenz wurde mit über 200 Punkten Vorsprung erster seines Jahrgangs im SMK. Ole Witthuhn konnte sich sichtlich über den zweiten Platz im SMK der Brustschwimmer freuen. Den undankbaren vierten Platz im Freistil SMK sicherte sich in einem sehr starken Feld Cameron Sanchez. Der junge Amerikaner hatte in diesem Feld leider das Nachsehen in einem Feld mit sehr geringen Punktabständen. Dieser betrug zwischen dem ersten und dem vierten Platz gerade mal 40 Punkte bei fünf zusammengewerteten Wettkämpfen. Aber auch die drei jungen Wilden durften sich über die Qualifikation freuen und für die Trainerin standen am Endes des Wettkampfes sechs Qualifikationen bei sechs gestarteten Schwimmern des SMK.
Finn Jacob (2007) konnte sich über fünf Bestzeiten freuen, wo er sich vor allem auf den 400 Freistil um 22% gegenüber der alten Bestzeit verbesserte.
Mit Emmelie Stief und Torben Witthuhn fuhren auch zwei Schwimmer des Förderkader mit nach Stuttgart.
Torben Witthuhn (2006) ging voller Motivation an den Start und überzeugte mit drei Bestzeiten bei vier Starts und mit Platzierungen im Mittelfeld wurde Torben für den Trainingsfleiß belohnt.
Auch Emmelie Stief (2007) zeigte nach einer längeren Durststrecke ihrem Trainer Marcel Kühner (mit dem FK in Pirmasens) das die Starterlaubnis in Stuttgart durchaus berechtigt war. Zwei Bestzeiten, eine Zeitbestätigung standen am Ende des Wettkampfes zu Buche. Auch sie platzierte sich im Mittelfeld der Jugend C.
Einen relativ durchwachsenen Jahresstart konnten die Aktiven des Leistungskaders verzeichnen. Seit Anfang des Jahres wurde unter den Jugendlichen Grippeviren und diverse andere Saisonelle Krankheiten weitergegeben und so waren die meisten noch angegriffen, Trainerin Manuela Wagner war erst wieder Sonntag soweit genesen, dass sie dann die Betreuung übernehmen konnte.
Verschont blieb von dieser Welle Paul Dollt (2005), welcher mit sehr guten Leistungen sechs Bestzeiten ablieferte und sich auch sechsmal in der Top 10 des Doppeljahrgangs 05/ 04 platzierte. In diesem konnte Philipp Sonnenberg (2004) nach längerer Krankheitsphase wieder an die Erfolge von 2017 anknüpfen und zeigte der Konkurrenz, dass er immer noch zu den Besten seines Jahrgangs gehört. Dreimal Platz eins, zweimal Platz zwei und einmal der Bronzerang war die Ausbeute für den jungen Neustädter am Ende des Wettkampfes.
Henrik Laven und Fabio Stief (beide 2003) waren nach längerer Krankheit gerade so genesen und zeigten für ihren Trainingsstand solide Leistungen. Ein erster und zweiter Platz für Fabio sowie ein dritter Platz für Henrik waren die Ausbeute.
Felix Schneider (2003) lieferte seiner Trainerin drei Bestzeiten bei drei Starts. Auch hier zeigt die Kurve nach oben.
Fabio Schaaf (2003), Sammy Mbarek (2002) und Simon Schneider (2005) zeigten solide Leistungen und kamen an ihre Bestzeiten heran, waren jedoch noch sichtbar angeschlagen.
In der offenen Klasse gingen Niklas Rottmayer (1998) und Lara Hartmann (2000) in Wasser. Beide waren ebenfalls mit Trainingsrückstand durch Studium, Abitur und Krankheit angereist, zeigten aber das Bestmögliche. Eine Silbermedaille auf den 50 Schmetterling für Niklas und Platzierungen im vorderen Mittelfeld waren die Resultate für die ältesten im Team.
Bei den jüngeren Damen war allein Tessa Heindl (2004) von der Krankheitswelle verschont geblieben. Gute Trainingsleistungen und auch mit einer guten Portion Selbstbewusstsein stieg sie ins Wasser. Sie belohnte sich mit fünf zum Teil überragenden Bestzeiten und guten Platzierungen in der Jugend B.
Nicole Schulgin, Luisa Hartmann (beide 2004) und Alexandra Mehlmann (2003) komplettierten das LK- Lazarett.  Einen zweiten Platz für Luisa auf den 400 Freistil sowie den Umständen zum Trotz guten Leistungen beendete das Team um Manuela Wagner den ersten großen Langbahnwettkampf des Jahres 2019.
Beide Trainer waren mit den Leistungen vollauf zufrieden und sind sich sicher, dass noch einiges von den Schwimmerinnen und Schwimmern des SCN im Laufe der Saison zu erwarten ist.